2015
Vum Fürst wird de’Donautempel restauriert,
es wurd au zeit das Ebbs passiert.
Beim Reiter siesch zwei alte Bautä,
un d’Früst loht nu „demnächst“ verlauten.
Steine, Steine nichts als Steine,
Große, Mittlere un au Kleine,
des alles müsst beim Umbau sei,
au Plastersteine o mei o mei.
Die Kirchstroß die isch wunderbar,
laut Stadtbaumeister isch doch klar.
wenn aber alt gebrechlich bisch
musch aussen rum, sei’s wie‘s isch.
Mir hon so g’hört im Südkurier hört de‘ Losert uf mit schriebä,
welch ein Glück für selle Zitig, jetzt könnet se bi dä Wohret bliebä.
Noch gefühltä 100 Johr,
loht de’Losert endlich no.
er war de’Meister für’s übertriebä,
jetzt nemmet se a Frau für’s Schießdreck schriebä!
Isern Zeitungsfutzi Losert der hets geschafft,
a sofort bliebt er d’hoam un schont si Kraft.
wie schee jetzt Alles g’schribbä ischt,
un nimme so en hochgestoch’ne Mischt.
Saverner Einhorn eingebuddelt
Am Brigachufer stoht an Spitz,
de Bürger seid des isch an Witz,
des ganze Einhorn wär‘ zu hoch im Preis,
mir monnet so isch‘s ganz en Scheiß.
Ein neues Kunstwerk stoht im Bach,
mir hoffä s’giet kon neuä Krach.
Die Stadt meint s’wär ihr ganzer Stolz,
wie a rote Wolk un Dreck us Holz.
Am Lammplatz Quadersteine rosten,
un sell Relief isch dauernd nass.
Au sunsch verursacht er nu Kosten,
So macht der Lammplatz doch kon Spaß!
Bald fahrt de Fürst zum Lammtor rein,
drum seit er zum Gehweg: NEIN,
jetz muss die Stadt en Ufzug bauä,
damit mo ka diä Quell a’schauen.
Am Lammplatz het’s Turistä viel,
De‘ Reiter bock duets freuä,
sie fressä ihm de‘ Kuchä weg
un erbackt wieder neuä.
Mir hont ä neue Residenz,
gepflastert und mit Zone 20,
fahrt mo mit ‚em Milchfass drübber,
wird die ganze Butter ranzig.
Am Lammplatz giets a Donauerelief,
des findet nit alle ganz so toll,
un wenn de Bunse all so wieter macht
denn kriegt’r bald dä Ranzä voll.
S’rote Rothus un s’Schwimmbad verrotteä vor sich hin,
für ä Renovierung isch bis 2020 ko Geld drinn.
Aber is z’eschingä goat’s gut, s’lauft alles glatt,
solang mo vier mol im Johr g’nug Sand fürs Kopfsteinplaster hat!
Am Lammplatz liegen malerisch drapiert,
Stoä zum drufhuckä, obwohl des nermert recht kapiert.
stattdessen rumplä Autos immer wieder dra,
warum molä mir di’Klötz nid endlich weis-rot a?
Für de‘ Kinderball, us guter alter Tradition,
het d‘Narrevater, als Chef die Organisation.
uf d’letschte Drücker muß er d’Arbet no packä,
drum sollet d’Hansel, statt Strählä, Wienerle verpackä!
Die Brigach spühlt die unteren Treppenstufen weg
Die Stufen an der Brigach sind gebaut und bereit,
da warten alle druf schon a ganze lange Zeit,
Konner guckt nah als alles zusammenhält,
aber jetzt merkt jeder wie’s ussänander fällt.
Jahrelang die Stadt duet Schützebruck renovierä,
jetz isch si‘ fertig ma ka toll flanierä.
s’hebt ko halb Johr un Brigach schwemmt die erstä Stufe weg,
Gratulation Hr. Bunse, hät’schs gli recht gmacht, jetz hesch de’Dreck.
Im Park das Reitgelände feucht,
au d’Gokart-Bahn isch mit Dreck verseucht,
auf Funkes Kosten platz sanierä
für dä Rest soll d’Stadt garantierä.
Der Fürst erdreistet sich mit ner dürren Heide,
d’Eschinger sollen leisten für diese Weide.
Er denkt, die anderä henn ebbs Dummes g’macht.
die G’mond doch nur von Herzen lacht.
Des ganze Geld für d’Konversion,
die Stadt het au a toll Vision,
die Ortsteil müssen dafür bluten,
wir hoffen - es wendet sich zum Guten.
In d’Ortsteil het’s viel Bedarf zum Sanierä,
isri Stadt duet des en Schißdreck intressierä.
Des ganze Geld, des woas mo schon,
bruucht de’Pauli für d’Konversion.
6 Mio sucht der Rat,
un fraget wer’s vergrabä hat,
d’Verwaltung schüttlet nu de Kopf,
sie wisset nit in wellem Topf.
A‘weng Minus hier, a Minus dort,
do sin 6 Mio. bi de Stadt schell fort.
Gab‘s im G’mondrot nit scho andre Sachä,
do muss mo doch kein Ufstand machä.
OB Pauli immer noch Frauenlos
De Pauli der het selber g’seid,
er het immer no ko Frau,
un wenn er is a Runde zahlt.
denn finder mo se au.
Mit Frauä het die Stadt ko Glück,
sie gehen fast alle Stück für Stück.
Der mutterschutz un zu viel Arbeit,
macht sich sofort nach Antritt breit.
Kai Sauser plant fast alle Fescht,
D’Gewerbeverein meint er sei de Bescht
Drumm bringt er dafür Geld herbei,
somit die Erhenamtlichkeit vorbei.
Mol Zone 20, mol Zone 30 un mol im Schritt,
des bruucht kon Mensch, un s’klappt au nit.
Probleme löst mo an d’Quell,
un nit mit em Tritt in Bürgers G’schell.
Dem Hansel reicht man Wein, Bier, Schnäpsle un der Gleichen,
dabei könnä die meischte Lit ihm nit mol s’Wasser reichen.
Bim Apotheker Mees do giet’s Pillä vo dä Hartä und de Weichä,
un wenn er’s mol vertauschä duet, denn giet es nu no Leichä.
In Donau en Werbefilm soll laufen
well d’Kundä auswärts s’meischte kaufä,
das Haus der Mode braucht ne Frau,
die Kunden anspricht ganz genau.
OH Schlatter isch a dä Fasnet oft verreist,
am 6. spielt er ein Konzert im erlauchtä Kreis.
Am Zischtig duät er in Villingä Fasnet triebä,
sell dun mir Narrä gar nit liebä.